Erstmal vorneweg, der Blog ist meistens Deutsch, falls Interesse nach Englisch besteht, dann geb ich es zur Übersetzung.
Am Flughafen von Mumbai kam mir gleich eine warme Brise entgegen, also so heiss wie erwartet. Zunächst hatte ich vergeblich nach meinem Fahrer gesucht, der mich nach Pune fahren sollte. Nach einer Weile bin ich darauf gekommen, dass der vielleicht draussen auf mich warten würde, was dann auch so war. Mehr als 100 Fahrer warteten auf die Fahrgäste und auf dem Parkplatz ertönte ein Hupkonzert vom Feinsten. Einparken und so ist ziemlich schwierig ;)
Dann im Auto erstmal versucht anzuschnallen, aber das Gegenstück zum Gurt fehlte. Ich dann zum Fahrer: "Muss ich mich nicht anschnallen?" Er so: "Nö, ist nicht gefährlich" Und schon kam das erste Schlagloch. Also eine schlaflose Fahrt stand bevor. Zudem war die Strasse stark befahren von Rikschas und anderen Fahrzeugen. Der Einsatz von Hupe und Lichthupe ist völlig normal. Die LKW-Fahrer sollen wohl immer betrunken Auto fahren und ziehen dann mal eben auf die andere Fahrspur rüber, also zuvor immer Lichthupe geben und hupen, damit der LKW-Fahrer besser aufpasst.
Wir fuhren an den Slums vorbei, wo etliche Leute standen und bettelten und streunende Hunde, von denen man besser die Finger lassen sollte. Die Busse waren überfüllt und die Ladeflächen des einen oder anderen LKWs auch. Sehr extrem! Nach 2 Stunden haben wir es mal aus Mumbai geschafft, aber es war immer noch sehr dicht befahren. Für 120 Kilometer haben wir weitere 3 Stunden gebraucht, inklusive 2 kurzen Pausen. Die Fahrt war ein reines Abenteuer, also besser auch kurze Strecken per Flugzeug zurücklegen.
Angekommen in Pune bei der Security von der Apartmentanlage Accenture-Ausweis vorgezeigt und durchgefahren. Der Fahrer war eigentlich ziemlich zielsicher und ich dachte er wüsste, wo ich den Schlüssel zu meinem Apartment herbekomme. Doch Fehlanzeige. Er klopfte an meiner Wohnungstür, wo ja keiner drin war. Ich war schon recht erschöpft und über Telefon bin ich nicht auf mein Webmail gekommen, so konnte ich nicht die Nummer zum Verwalter herausfinden. Also habe ich probiert ein bisschen im Auto zu schlafen, aber ist mir nicht gelungen, da es so heiss war und ich nicht wusste wohin mit dem Schweiss. Mein letzter Ausweg war mein Laptop über mein Handy mit dem Internet zu verbinden, das hat dann zum Glück auch geklappt und ich habe so die Nummer herausgefunden und konnte endlich in mein Apartment.
Zum Apartment: es ist von innen sehr schön, hat einen Wohn- und Essbereich, sowie ein seperates Schlafzimmer. In jedem Raum Klimaanlage und Flachbildfernseher. Frühstück ist inbegriffen und wird aufs Zimmer gebracht. Um 10 Uhr kam der Frühstücksbote und brachte mir das sehr übersichtliche Frühstück (2 Eier (egal wie zubereitet), 2 Scheiben Toast, Butter und Marmelade). Andere Sachen kosten extra, aber ist soweit gute Qualität.
Internet geht auch ganz gut, ich werde also ab und an mal wieder was posten. Gleich kommt eine indische Kollegin, die mich hier ein bisschen rumführt.
So long...
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